Dyskalkulie/ Rechenstörung

Dyskalkulie

Von einer Rechenstörung, Rechenschwäche oder Dyskalkulie als Symptom von
Teilleistungsstörungen spricht man, wenn über einen längeren Zeitraum allgemeine
und hartnäckige Schwierigkeiten beim Erlernen mathematischer Zusammenhänge
auftreten – und dies ohne Minderung der allgemeinen Intelligenz und trotz normaler
Förderung.

Die Dyskalkulie gehört neben der Lese-Rechtschreib-Schwäche zu den
bedeutsamsten Teilleistungsstörungen, die bei Kindern und Jugendlichen einen
wesentlichen Einfluss auf die Schullaufbahn, aber auch auf die
Persönlichkeitsentwicklung haben.
Bereits im Vorschulalter kann eine Rechenschwäche bei Kindern erkannt werden.
Häufig jedoch wird die so genannte Dyskalkulie von den Eltern erst dann bemerkt,
wenn die Kinder in der Schule schlechte Noten schreiben.
Für ein rechenschwaches Kind bleibt die Welt der Zahlen trotz ständigen Übens
völlig undurchschaubar. Das Kind versteht die Grundsätze der Mathematik nicht. Das
chronische Versagen in Mathematik tritt hervor, während in anderen Fächern
durchschnittliche bis sehr gute Leistungen vorkommen.

Ein Signal für die Rechenschwäche ist, wenn Kinder deutliche Probleme mit Zahlen
und Mengen haben. Das gilt insbesondere dann, wenn in anderen Bereichen die
Leistungen nicht auffällig sind. Kinder mit Dyskalkulie haben schon mit den
Grundrechenarten Schwierigkeiten, zählen fehlerhaft, haben mit dem Einmaleins
Probleme und verstehen Rechenoperationen nicht. Kinder könnten das zum Teil ausgleichen oder überspielen. Sie können sich zum Beispiel merken, wie “6 + 4 = 10″
geschrieben wird, ohne den Sinn zu verstehen. Im Hunderterbereich oder noch
höher wird das dann schwieriger bis unmöglich und fällt auf. Manchmal wird die
Störung daher auch erst in der 3. bis 4. Klasse deutlich, wenn der 20er Zahlenraum
überschritten, kein Anschauungsmaterial mehr verwendet und die Zuhilfenahme der
Finger nicht mehr geduldet wird.

Häufigkeit
Obwohl die Häufigkeit mit der von Lese-Rechtschreibschwachen Schülern
vergleichbar ist, ist die Rechenschwäche viel weniger bekannt.
Laut einer Studie von 1993 sind etwa 6% der Schülerinnen und Schüler extrem
rechenschwach und etwa 15% förderbedürftig. Im Unterschied zu allen anderen
Teilleistungsstörungen ist das Geschlechtsverhältnis bei Rechenstörungen
ausgeglichen oder sogar eher mädchenlastig.

Wann fällt die Rechenstörung auf?
Rechenschwäche oder eine Rechenstörung, auch Dyskalkulie genannt, fällt meist in
der Grundschule beim Erlernen der elementaren Rechenfertigkeiten auf. Manchmal
wird die Störung auch erst in der 3. bis 4. Klasse deutlich, wenn der 20er Zahlenraum
überschritten, kein Anschauungsmaterial mehr verwendet und die Zuhilfenahme der
Finger nicht mehr geduldet wird.

Ursachen der Rechenstörung und Rechenschwäche
Eine Rechenschwäche kann unterschiedliche Ursachen haben, die sich meist
überlagern und sich in drei Gruppen gliedern lassen:

  • Organisch-neurologische Ursachen:
    umfassen die körperlich bedingten, d. h. auf Hirnleistungsschwächen
    beruhenden (= neurogenen) Störungen)
  • Psychische, emotionale, soziale Gründe:
    durch das Umfeld des Kindes (Familie, Freunde, Erzieher, Lehrer) ausgelöst
  • Didaktische Ursachen:
    Probleme bei der Vermittlung von Mathematik

Folgen der Dyskalkulie
Oft vermutet man wegen einer Rechenschwäche, dass ein Kind dumm oder faul ist,
und ignoriert die überwiegenden und besseren Begabungen in anderen Bereichen.
Dadurch wird dem Kind der Mut und die Chance genommen seine Stärken kennen
zu lernen. Das Kind verliert sein Selbstwertgefühl. Die ständigen Misserfolge im
mathematischen Bereich beeinträchtigen das Lern- und Leistungsverhalten
insgesamt, mit der nicht seltenen Folge, dass die Leistungen in allen Fächern
nachlassen. Depressivität, Schulunlust, sogar Schulangst sind die Folge.
Verhaltensauffälligkeiten, Kopf- oder Bauchschmerzen und psychosomatische
Beschwerden treten auf.

Anzeichen von Dyskalkulie können sein:

  • Probleme im Zahlenraum bis 20
  • Schwierigkeiten beim Überschreiten des Zehner- und/oder Hunderterschritts,
  • Vertauschen/ Verdrehen der Stellenwerte des Zehner-, Hunderter-,
    Tausender- Zahlenraumes
  • Kein Verständnis für Zahlen oder Rechenoperationen
  • Keine Mengen- und Zahlenvorstellung, keine Vorstellung von Maßen,
    Entfernungen und Gewichten
  • Schwierigkeiten beim Erlernen der Uhrzeit, beim Umgang mit Zeit und Geld
  • Schwierigkeiten bei Text- und Sachaufgaben
  • Schwierigkeiten bei der Zerlegung von Zahlen
  • Vorwärts- bzw. Rückwärtszählen gelingt nicht oder nur unter Verwendung der
    Finger
  • Kein Transfer auf neue Aufgabenstellungen
  • Bessere Leistungen in den anderen Fächern, wenig oder gar kein Lernerfolg
    trotz intensiven Übens
  • Wiederkehrende Fehler auch bei häufig geübten Aufgabenarten (das Kind hat
    am nächsten Tag wieder vergessen, was es tags zuvor geübt hat)
  • Deutlich längere Übungsphasen für Mathematik im Vergleich zu anderen
    Fächern
  • Das Kind kann seinen Rechenweg nicht erklären
  • Verweigerungshaltung des Kindes gegenüber Mathematik

Wie kann ich Ihnen helfen?

Dyskalkulie verschwindet nicht von allein. Sie „wächst sich auch nicht aus“.

Kindern und Erwachsenen mit Dyskalkulie kann ich durch ein spezielles Training
helfen. Grundlage ist hier das Training nach der AFS-Methode, ergänzt durch
individuell auf den jeweiligen Trainingsbedarf abgestimmte Zusatzmodule.

Schwerpunkte sind:

  • genaue Analyse der Schwierigkeiten
  • individuell abgestimmter Trainingsplan
  • Ermittlung der Leistungsfähigkeit im Rechnen, der Wahrnehmung, Sprache, Motorik und Konzentration (über standardisierte Testverfahren)
  • Training der Teilleistungsbereiche mit differenzierter Wahrnehmung
  • Training der Konzentrationsfähigkeit
  • Training der Gedächtnisleistung
  • Training der mathematischen Grundsystematiken
  • Lernen mit mehreren Sinneskanälen
  • Trainingsmaterial zum gezielten Üben zu Hause
  • Beratung, Anleitung und Unterstützung der Eltern

Ich biete ein individuell auf das Kind abgestimmtes Lerntraining zum Training der
Dyskalkulie an. Dazu zählt insbesondere die Verbesserung der Rechenfertigkeiten
durch Übungen zur optimalen Nutzung und Koordination beider Gehirnhälften. Dies
wird vor allem mit Hilfe von Visualisierungs- und Automatisierungstechniken erreicht.
Die Fertigkeiten dazu erlernen die Eltern in meiner Praxis, zusätzlich wird individuell
ein Übungsplan für zu Hause erstellt. Grundlage ist die AFS-Methode.

Dazu werden zunächst der bisherige Lern- und Arbeitsstil sowie Wahrnehmung und
Informationsverarbeitung überprüft. Gemeinsam mit dem Kind werden dann
alternative und erfolgversprechendere Methoden zum bisherigen Lernverhalten
erarbeitet. Das Kind wird angeleitet, verschiedene Sinneskanäle optimal für die
Informationsaufnahme zu gebrauchen. Vor allem die eigenen Stärken sollen erkannt
und gezielt genutzt werden.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie beachte ich natürlich auch die eventuellen
psychischen Problemen (z.B. geringes Selbstwertgefühl, Angst usw.) Ihres Kindes
und helfe ihm bei deren Bewältigung.

Das Dyskalkulietraining ist nur ein Teil meines Praxisangebotes. Eine vollständige
Übersicht finden Sie auf den jeweiligen Unterseiten. Dort können Sie ebenfalls eine Übersicht über die AFS-Methode und praktische Beispiele dazu herunterladen.

Links zum Thema Dyskalkulie

Gratis CD-Rom Legasthenie und Dyskalkulie
http://www.Legasthenie-und-Dyskalkulie.com


Vortrag zum Thema “Legasthenie / LRS / Dyskalkulie”
http://www.Vortrag.org


Kostenlose Arbeitsblätter und Spiele
http://www.arbeitsblaetter.org


Easy Maths Program
http://www.Easy-Maths-Program.com


20 Arbeitsblätter für das Dyskalkulietraining:
http://www.legasthenie.at/dyskalkulie/dys.pdf


Dyskalkulietraining nach der AFS-Methode
http://www.legasthenie.at/dyskalkulie


http://www.rechenschwaeche.de


http://www.rechenschwaeche.at


http://www.verband-dyslexie.ch


http://www.rechenschwaecheinstitut-volxheim.de


http://www.dr-gumpert.de/html/dyskalkulie.html


http://www.bildungsserver.de/zeigen.html?seite=794