Das Füllhorn der Sekunden

Sie beschloss, ihm eine Geschichte zu erzählen, ein Spiel, so sagte sie, um ihn zu zerstreuen. Er sollte sich vorstellen, dass er bei einem Wettbewerb folgenden Preis gewonnen hätte:
Jeden Morgen würde ihm eine Bank ein Konto mit 86.400 Dollar zur Verfügung stellen. Doch wie jedes Spiel hatte auch dieses seine Regeln.
 „Die erste Regel ist, dass Dir alles, was du im Laufe des Tages nicht ausgegeben hast, wieder weggenommen wird, du kannst nicht schummeln, du kannst das Geld nicht auf ein anderes Konto überweisen, du kannst es nur ausgeben. Aber jeden Morgen, wenn du erwachst, eröffnet die Bank für dich ein neues Konto mit neuen 86.400 Dollar für den kommenden Tag.
Zweite Regel: Die Bank kann das Spiel ohne Vorwarnung beenden; zu jedwedem Zeitpunkt kann sie dir sagen, dass es vorbei ist, dass sie das Konto schließt und du kein neues mehr bekommen wirst. Was würdest du tun?“ Continue reading

Woher unser Essen kommt

Das Freilichtmuseum am Kiekeberg arbeitet seit seiner Gründung intensiv zu den Themen Landwirtschaft und Ernährung. Im Agrarium ist ein interaktives Schaumagazin mit historischen Schätzen aus dem Museumsdepot, von der Kaffeeröstmaschine bis zum Lanz Bulldog, eingerichtet. Durch die Zusammenarbeit mit Landwirten und Unternehmen aus der Ernährungsbranche kann man sehen,, wie in der Landwirtschaft heute gearbeitet wird. Auf drei Etagen gibt das Agrarium einen umfassenden Einblick in die Land- und Ernährungswirtschaft von gestern, heute und morgen. Besonders für Kinder und Schulklassen bietet das Kiekeberg-Museum ein tolles Begleitprogramm an. Danach werden Ihre Kinder nie wieder glauben, dass Milch aus dem Supermarkt kommt und Essen mit anderen, wohl wertschätzenderen Augen betrachten. Sehr gefallen mir auch die verschiedenen Kursangebote zu alten Handwerkstechniken. Da kann man das Filzen, Kaffeerösten, das Schmieden oder etwas über die Herstellung norddeutschen Katenschinkens lernen. Und selbst mitmachen!
Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen. Das Buch “Essen ist fertig!” beleuchtet, was wir täglich essen und trinken. Dieses Buch erhalten Sie online oder im Museumsladen.
Quelle Foto: Kiekeberg-Museum

Die Welt in Ordnung bringen

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also über- legte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte.

Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.

Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammen- gesetzte Bild.

Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.

Das Kind sagte: >Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt<.

[ Quelle: unbekannt ]

gefunden im Newsletter von Sinah Altmann

Licht an dunklen Tagen

F_kerze09 Eine meiner Lieblingsseiten im Netz ist das Pauliland. Bei Paulinn gibt es einen wunderschönen Adventskalender, und hinter dem Türchen von heute fand ich eine sehr nachdenkenswerte Geschichte und das tolle Foto, das jetzt diesen Beitrag ziert. Danke Paulinn!

Licht

Eines Tages bemerkte der König, dass er alt geworden war. Er rief seine Söhne in die grosse Halle.
"Bis zum Abend habt ihr Zeit", sagte er, "diese Halle zu füllen." Er gab ihnen einen Silberling. Das war nicht viel. "Wer es schafft, soll mein Nachfolger werden."
Die beiden zogen los. Der Ältere kam an ein Feld, auf dem Leute gerade Weizen droschen. "Ich gebe euch einen Silberling für die Spreu!" Die Bauern waren froh, die Spreu los zu sein und brachten sie sogar ins Schloss.
"Du kannst mich zum König machen", rief der Ältere seinem Vater zu, "ich habe die Halle gefüllt".
Aber der Vater wollte noch warten. Als es dämmerte, kam schliesslich der Jüngere. "Räumt dieses nutzlose Zeug hier raus", sagte er. Dann stellte er eine Kerze in die Mitte der Halle. Er zündete sie an. Warmes Licht erfüllte den ganzen Raum und liess die Gesichter des Königs und der Söhne, der Diener und der Mägde leuchten.

Der alte König lächelte: "Du wirst mein Nachfolger." (Legende)