Wir treffen uns auf der didacta!

Erstmalig nimmt der Dachverband Legasthenie Deutschland dieses Jahr an der didacta teil.  Die didacta ist die größte Fachmesse für Lehrkräfte aller Bildungsbereiche in Europa und die wichtigste Weiterbildungsveranstaltung für alle LehrerInnen, ErzieherInnen, TrainerInnen und sonstige Weiterbildner. Gemeinsam mit ca. 800 Ausstellern aus 15 Ländern freuen wir uns auf interessierte und engagierte Messebesucher.

Der Dachverband Legasthenie Deutschland DVLD hilft Betroffenen, Eltern, Lehrern und an der Thematik Interessierten. Am Stand können Sie sich über die Möglichkeiten der Hilfen für legasthene und dyskalkule Menschen informieren und mit uns diskutieren.

Am Donnerstag, den 21.02.2013 hält das Vorstandsmitglied des DVLD, Frau Dipl.-Päd. Esther Borggrefe, um 11.00 Uhr im Konferenzraum D, Congresscentrum Nord, einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „Lesen, Schreiben, Rechnen – (k)ein Problem?! (Legasthenie/Dyskalkulie)“.

Ich selbst bin von Donnerstagnachmittag bis Samstagnachmittag am Messestand zu finden und freue mich schon, SIE kennenzulernen! ;-)

Handgeschriebene Notizen im PC speichern – kein Hexenwerk

Viele Menschen mit einer Legasthenie/LRS kennen das Problem: Sie möchten oder müssen im Unterricht, der Vorlesung,  während eines Meetings oder der Vorstandssitzung handschriftliche Notizen verfassen. Diese sind dann mühselig abzuschreiben, damit sie im Rechner  weiterverarbeitet werden können. Oft reicht auch die Schreibgeschwindigkeit gar nicht aus, um alles zu notieren, was wichtig ist.

Wie dieser Problematik begegnet werden kann, hat mein Kollege David Gerlach in seinem Blog beschrieben. Und ein Video zeigt ganz genau, wie die Technik funktioniert.
(Copyright Grafik: www.livescribe.com)

Frühtest für Legasthenie

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Zellbiologie und Immunologie (IZI) in Leipzig möchten einen Frühtest zur Erkennung von Legasthenie/LRS entwickeln.

Daher suchen sie Kinder im Alter von 3-5 Jahren, deren Geschwister oder Eltern eine Legasthenie haben. Wenn Ihr Kind zur Zielgruppe gehört und Sie an der Mitarbeit an dieser Studie interessiert sind, melden Sie sich bitte in Leipzig.

Informationen zum Ablauf, Vorhaben und Anmeldung finden Sie auf der Projektseite: Hier klicken! Oder Sie schicken eine E-Mail an info@legascreen.de.

Danke für den Tipp an David Gerlach. Bild von Internetgarden.

Neue Studie zu Lernstörungen in der Grundschule

In einer neuen Studie des Forschungsprojekts RABE wurden 2195 Grundschulkinder aus mehreren Bundesländern getestet. Das traurige Ergebnis: 13,3% dieser Kinder haben eine Lernstörung. Das heißt, dass sie in einem der drei Kernkompetenzbereiche Lesen, Schreiben oder Rechnen unterhalb der Norm liegen. Und das trotzt einer guten Intelligenz. Bisherige Schätzungen gingen von maximal 10% Lernstörungen bei Grundschulkindern aus. Die Studie ergab zudem, dass bei insgesamt 23,3 Prozent der Kinder eine Lernschwäche in einer oder mehrerer der Grundkompetenzen besteht. Sie erbrachten bedeutend schlechtere Leistungen als der Durchschnitt.

Diesen Kindern ist nicht mit einem einfachen Förderunterricht oder einer Nachhilfe gedient. Sie benötigen frühzeitig eine umfassende Lernberatung und Lerntherapie, damit sie möglichst schnell wieder Erfolge sehen und den Schulalltag bewältigen können. Dies ist die beste Voraussetzung, um einen ordentlichen Schulabschluss erreichen zu können. Und um mit Freude den Beruf lernen zu können, den man sich wünscht.

Leider gibt es in Deutschland viel zu wenige Lerntherapeuten. Daher biete ich in Kooperation mit der Paracelsusschule Oldenburg ab November 2012 eine solche Fortbildung an.

Fachausbildung: Lerntherapie/ Lernberatung

Lernberatung und zusätzliche Hilfe zur Bewältigung der Schule gehören für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland inzwischen leider zum Alltag.
Ca. 1,1 Millionen Schüler nehmen allein laut Bertelsmannstudie regelmäßig bezahlten Nachhilfeunterricht, und Eltern geben jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro für diese Hilfen aus. Bereits in der Grundschule werden viele Kinder gefördert. Ebenso gravierend ist die Zunahme der Lernstörungen, die als Folge von Legasthenie und LRS, Dyskalkulie und AD(H)S den Kindern das Lernen in der Schule vom ersten Tag an erschweren. Und diesen Kindern hilft nur ein qualifiziertes individuelles Training. Jedoch haben wir in Deutschland viel zu wenige ausgebildete Lernberater und Lerntherapeuten.

Daher biete ich gemeinsam mit der Montessoripädagogin Ingrid Gimber und der Paracelsus Schule Oldenburg ab November 2012 eine Fachausbildung zum/ zur LernberaterIn/ LerntherapeutIn an.

An 12 Wochenenden innerhalb eines Jahres können Sie dort das Handwerkszeug für diese spannende Tätigkeit erwerben.
Zusätzlich zum Präsenzunterricht erhalten Sie ausführliche Lernskripten, mit denen Sie zwischen den Präsenzwochenenden weiterarbeiten. Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert,  die einzelnen Inhalte können sofort in der Praxis angewendet werden.

Ausbildungsinhalte sind:

• Grundlagen der Entwicklung. Teilleistungsbereiche und Teilleistungsstörungen
• Die Entwicklung des Kindes mit den dazugehörigen sensiblen Phasen nach Montessori
• Gehirn, Gedächtnis und das Lernen lernen
• Die Kulturtechniken Lesen und Schreiben. Legasthenie und LRS
• Sprachentwicklung und mathematischer Geist nach Maria Montessori
• Rechenstörung und Dyskalkulie
• ADS und ADHS. Hochbegabung, Autismusspektrum und komorbide Störungen
• Diagnostik, Förderprogramme und -materialien
• Verschiedene Lerntechniken, was lerne ich wann, wo und wie? Lernorganisation und Zeiteinteilung
• Gespräche mit Eltern. Die Therapeuten-/Beraterpersönlichkeit. Therapie und Beratung
• Berufsbild, Praxisgründung und Marketing

Die Zielgruppe für diese Fachausbildung sind Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Ergotherapeuten/ -innen, Logotherapeuten/ -innen, HeilpraktikerInnen für Psychotherapie, engagierte Eltern, aber auch Menschen, die gern mit anderen Menschen mit Lernstörungen arbeiten möchten und noch keine fachlichen Voraussetzungen mitbringen.

Nach der schriftlichen Abschlussprüfung bekommen Sie ein Zertifikat von Paracelsus Schule.

Am Donnerstag, den 11. Oktober 2012 findet um 18.30 Uhr in der Paracelsus Schule Oldenburg (Kanalstr. 23, 26135 Oldenburg)ein kostenloser Informationsabend zu diesem Seminar statt.

Die Fachausbildung beginnt am 09. – 11. November 2012.

Wünschen Sie noch weitere Informationen zum Seminar, rufen Sie bitte die Studienleitung in Oldenburg (0441 – 925 02 60) an. Oder informieren Sie sich direkt bei mir, ich freue mich auf Ihren Anruf!

Die Lernpatenbox

Mit der Lernpatenbox werden Lernpatenkinder beim Lernen unterstützt. Doch wer sind Lernpatenkinder?
Lernpatenkinder sind Kinder, die aufgrund von:

  • persönlichen Risikofaktoren, z.B. Krankheit, Beeinträchtigung, negative Selbsteinschätzung
  • schwierigen familiären Situationen, z.B. Verlust eines Elternteils, Scheidung, Missbrauch
  • sozialer Isolation, z.B. Sprachbarrieren, Kulturunterschiede/Migrationshintergrund, Armut
  • belastenden gesellschaftlichen Faktoren, z.B. Ausgrenzung, Niedrigeinkommen, Gewalt

einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben, um schulisch erfolgreich zu sein.

Aktuell werden ca. 200 Lernpatenkinder an knapp 50 Schulen in ganz Rheinland-Pfalz von ehrenamtlichen Lernpatinnen/Lernpaten betreuet. Mit Lernboxen an jedem Schulstandort sollen diesen Kindern Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt werden, die es ihnen (mit Hilfe ihrer Lernpatin/ ihres Lernpaten) ermöglichen, schulisch den Anschluss nicht zu verlieren. Die Schülerfirma der BBS Bad Dürkheim stellt Lernpatenboxen zusammen und gibt diese zum Selbstkostenpreis ab. Die Boxen selbst werden dort im Werkunterricht hergestellt. Mit den Boxen arbeiten ehrenamtliche Lernpaten mit sozial benachteiligten Kindern. Ein tolles Projekt, das man unterstützen sollte. So wie der DVLD, der 100 DVDs “Legasthenie und Dyskalkulie IV” gespendet hat.
Schade, dass es so etwas nicht bei uns gibt.

Schriftschwäche

Einen sehr interessanten Artikel über den Begriff „funktionaler Analphabetismus“ und seinen Gebrauch hat der Soziologe Bernhard von Rosenbladt geschrieben. Zu lesen ist der Text im Blog von LEGAKIDS. Von Rosenbladt mahnt einen sensibleren Umgang mit der Begrifflichkeit des Analphabetismus an und weist eindrücklich darauf hin, wie dieser Begriff auf und für die Betroffenen wirkt. Sehr lesenswert!

Tischler Ernst schreibt einen Brief

Das ist ja nun nichts Besonderes, das jemand einen Brief schreibt. Oder? Doch, ist es. Wenn der Brief von einem 55-jährigen ausgelernten Tischler geschrieben wird, der verheiratet ist, mit seiner Frau zwei Kinder großgezogen hat –und Analphabet war. Bis vor zwei Jahren. Damals wurde er durch ein Rückenleiden erwerbsunfähig. Und anstatt zu Hause zu sitzen, ging er zur VHS Oldenburg in einen Intensivkurs zur Alphabetisierung. Täglich. Seinen ersten Brief schrieb er an seine Tochter in Berlin.

Er wollte nun auch anderen helfen und gründete die ABC-Selbsthilfegruppe Oldenburg.

Der Verband der Raiffeisenkassen und Volksbanken hat ihm dafür einen kleinen Filmspot gewidmet.
Weltweit können rund ein Fünftel der erwachsenen Menschen weder lesen noch schreiben. Der Weltalphabetisierungstag (engl. World Literacy Day, auch Weltbildungstag), der seit 1966 alljährlich am 8. September begangen wird, soll an die Problematik des Analphabetismus erinnern.

Der Bundesverband Alphabetisierung berät Betroffene über das Alpha-Telefon (Telefonnummer 0800 – 53 33 44 55) und bietet bundesweit Kurse an.

Aber Leseförderung kann auch andere Wege gehen. Auf heftigen Protest der Organisation „Foodwatch“ stößt die Kooperation der Stiftung Lesen mit McDonalds im September 2012.
Seit dem 31. August gibt McDonald´s Deutschland im Rahmen der aktuellen Happy Meal Aktionsphase (Laufzeit bis Ende September) über 4 Millionen Kinderbücher anstelle von Spielzeug als Bestandteil des Happy Meals aus. Jeweils vier Bücher richten sich an drei- bis fünfjährige Kinder sowie an Sechs- bis Neunjährige. Dabei berücksichtigt die Auswahl unterschiedliche Lesevorlieben von Jungen und Mädchen.

Der offene Brief von „Foodwatch“ und die Antwort der „Stiftung Lesen“ findet man neben den Vorlesetipps auf der Website der “Stiftung Lesen”..

SOMA – viel mehr als nur ein Würfel

Zum Training der Raumvorstellung gibt es eine kurzweilige und interessante Möglichkeit – das Arbeiten, oder besser das Spielen,  mit Somawürfeln.  1936 vom Dänen Piet Hein entwickelt, sind sie längst fester Bestandteil in vielen Schulen und Praxen. Doch auch zu Hause kann man prima mit den Kindern damit spielen und üben. Jeanni Seelking hat in ihrem Blog gezeigt, wie man Somawürfel selbst baut, und dies auch fotografiert. Das nebenstehende Foto stammt von ihr, vielen Dank dafür. Gearbeitet hat sie nach der Bauanleitung von Aduis-basteln.

Auf der Seite der mathematischen Basteleien finden sich nicht nur eine Bauanleitung, sondern auch die 240 möglichen Lösungen zum Download. Außerfem verschiedene Körper aus Somawürfel. Besonders gefallen mir das Schachbrettsoma, bei dem die Würfel abwechselnd schwarz und weiß gefärbt sind, sowie ein schräges Soma. Continue reading

Schulanfang in Niedersachsen

Heute ist Schulanfang für alle Schüler in Niedersachsen. Die meisten freuen sich auf ihre neue Klasse. Einige drehen eine „Ehrenrunde“ und sehen dem neuen Jahr wohl eher gelassen entgegen. Recht aufgeregt sind aber meistens die Erstklässler – und noch mehr ihre Eltern. Besonders  wenn das erste Kind eingeschult wird, ergeben sich doch eine Menge Fragen. Im Internet findet man interessante und hilfreiche Seiten, die weiterhelfen, und auch viele Materialien für die Kinder selbst zum Download oder online bereithalten. Eine kleine Auswahl habe ich Ihnen hier aufgezählt.

Zuerst einmal muss das Schulkind wissen, was denn so alles zur Schule ghört. Dazu bietet Stephany Koujou auf ihrem Blog ein kleines Arbeitsheft zum Wahrnehmungstraining an.
Gut geeignet zur Schulung der Feinmotorik und der Raumorientierung sind auch Ausmalbilder. Sehr viele kostenlose und schöne Vorlagen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden finden Sie auf der Seite „Malvorlagen“.

Möglichst schnell möchten die Schüler ja schreiben können. Um die Zahlen schon mal zu üben, bietet der EÖDL eine Zahlendatei an, mit der die Zahlen 1-9 geübt werden können. Wer dann schon ein wenig zählen kann, lädt sich bei Stephany Koujou das kleine Marienkäferarbeitsheft herunter.

Im Gratisbereich von „Mein-Unterrichtsmaterial.de“ gibt es Schreibübungen verschiedenster Form auf unterschiedlichen Lineaturen. Schauen Sie sich dort um! Und hier auch noch eine Buchstabendatei.

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