Welttag des Buches

Heute ist der „Welttag des Buches“. Bereits zum 17. Mal erhalten rund um den 23. April über 700.000 Schülerinnen und Schüler das Welttagsbuch „Ich schenk dir eine Geschichte“.

Und auch sozialtrainer.de verschenkt eine „Einladung zum Lesen“.
Im Blog auf http://www.sozialtrainer.de können Sie sich unser zweites Märchenleseheft herunterladen. Und natürlich haben wir alle Texte nicht nur in serifenfreier Normalschrift, sondern auch in blau-roter-Silbenschrift formatiert, damit auch die Leseanfänger und die leseschwächeren Kinder ihre Freude daran haben können.

Zacharias Zuckerbein

Ein Kühlschrank mit einem Schlüssel zum Abschließen, ein  Mülleiner mit einem Gebiss als Klappe, eine Gabel mit Zinken an beiden Seiten, Schränke mit Griffen aus Fleischwurst, eine spiegelverkehrte Uhr, ein Abflussrohr mit einem Knoten darin – ganz schön verrückt sieht die Küche von Zacharias Zuckerbein aus! Das wunderschön gezeichnete Fehlersuchbuch von Silke Moritz und Achim Ahlgrimm biete auf doppelseitigen großformatigen Bildern eine Fülle von witzigen und skurrilen Fehlern, die zu suchen auch Erwachsenen  noch richtig Spaß macht. Alle visuellen Teilleistungen, alle Raum-Lage-Fertigkeiten und das logische Denken sowie Konzentration und Ausdauer werden hier beansprucht und trainiert. Die vier passenden Rahmengeschichten können den Jüngeren vorgelesen werden, denn das Buch ist schon für Kinder ab 5 Jahren gut nutzbar.

Im Bad – der Unterschied zwischen „b“ und „d“

Immer wieder haben Kinder Probleme, die Buchstaben „b“ und „d“ zu unterscheiden. Meine Legasthenietrainerkollegin Stephany Koujou hat dazu jetzt eine sehr schöne Idee gehabt – und stellt sie zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Und zur Entspannung – und zum Training der Feinmotorik – können Sie mit dem Kind gleich noch einen oder mehrere NINJA-Sterne falten. Wie das geht lesen Sie auch in Stehpanys Blog.

Der Sozialtrainer – er ist wieder da!

Etliche meiner Blogbesucher kennen den Kurs „Sozialtrainer für Kinder und Jugendliche mit ADS/ AD(H)S und Lernstörungen“ noch aus den Anfangszeiten. Gemeinsam mit der KVHS Norden habe ich ihn mehrere Jahre mit vielen engagierten TeilnehmerInnen durchgeführt. An sechs Wochenenden wurde von Freitag bis Sonntag gemeinsam gearbeitet, aber auch viel Spaß gehabt. Doch die zunehmenden beruflichen Anforderungen, auch an die zeitliche Flexibilität, machten es den potentiellen TeilnehmerInnen immer schwerer, an diesem Kurs teilzuhaben.

Die Lösung ist ganz modern: Gemeinsam mit Mirko Mieland von Lernbar24 haben wir den Sozialtrainer auf Onlinefüße gestellt. Neu zusammengestellt, deutlich erweitert und mit einem Marketingmodul versehen kann der Fernkurs ab sofort gebucht werden. Das erste Modul wird am 08.04.2013 verschickt. Die Website wurde völlig neue gestaltet und ist auch in einer Smartphoneversion verfügbar. Der integrierte Blog liefert regelmäßig Interessantes rund ums Thema, und wer den Newsletter abonniert, der verpasst keine Neuigkeit. Natürlich können wir uns auch bei Facebook treffen.

Ganz schön verrückt?
Nein, denn „Die wildesten Fohlen werden die besten Pferde.“

Wir freuen uns auf Sie!

Wir treffen uns auf der didacta!

Erstmalig nimmt der Dachverband Legasthenie Deutschland dieses Jahr an der didacta teil.  Die didacta ist die größte Fachmesse für Lehrkräfte aller Bildungsbereiche in Europa und die wichtigste Weiterbildungsveranstaltung für alle LehrerInnen, ErzieherInnen, TrainerInnen und sonstige Weiterbildner. Gemeinsam mit ca. 800 Ausstellern aus 15 Ländern freuen wir uns auf interessierte und engagierte Messebesucher.

Der Dachverband Legasthenie Deutschland DVLD hilft Betroffenen, Eltern, Lehrern und an der Thematik Interessierten. Am Stand können Sie sich über die Möglichkeiten der Hilfen für legasthene und dyskalkule Menschen informieren und mit uns diskutieren.

Am Donnerstag, den 21.02.2013 hält das Vorstandsmitglied des DVLD, Frau Dipl.-Päd. Esther Borggrefe, um 11.00 Uhr im Konferenzraum D, Congresscentrum Nord, einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „Lesen, Schreiben, Rechnen – (k)ein Problem?! (Legasthenie/Dyskalkulie)“.

Ich selbst bin von Donnerstagnachmittag bis Samstagnachmittag am Messestand zu finden und freue mich schon, SIE kennenzulernen! ;-)

Heute wieder ganz aktuell….

Reinhard Mey: Zeugnistag

 

Ich denke, ich muß so zwölf Jahre alt gewesen sein, und wieder einmal war es Zeugnistag. Nur diesmal, dacht’ ich, bricht das Schulhaus samt Dachgestühl ein,als meines weiß und häßlich vor mir lag. Dabei war’n meine Hoffnungen keineswegs hoch geschraubt ,ich war ein fauler Hund und obendrein höchst eigenwillig, doch trotzdem hätte ich nie geglaubt, so ein totaler Versager zu sein, ein totaler Versager zu sein.

So, jetzt ist es passiert, dacht’ ich mir, jetzt ist alles aus, nicht einmal eine Vier in Religion.
Oh Mann, mit diesem Zeugnis kommst du besser nicht nach Haus, sondern allenfalls zur Fremdenlegion.
Ich zeigt’ es meinen Eltern nicht und unterschrieb für sie, schön bunt, sah nicht schlecht aus, ohne zu prahl’n.
Ich war vielleicht ‘ne Niete in Deutsch und Biologie, dafür konnt’ ich schon immer ganz gut mal’n!

Der Zauber kam natürlich schon am nächsten Morgen raus, die Fälschung war wohl doch nicht so geschickt.
Der Rektor kam, holte mich schnaubend aus der Klasse raus, so stand ich da, allein, stumm und geknickt.
Dann ließ er meine Eltern kommen, lehnte sich zurück, voll Selbstgerechtigkeit genoß er schon die Maulschellen für den Betrüger, das mißrat’ne Stück, diesen Urkundenfälscher, ihren Sohn.

Mein Vater nahm das Zeugnis in die Hand und sah mich an und sagte ruhig: “Was mich anbetrifft, so gibt es nicht die kleinste Spur eines Zweifels daran, das ist tatsächlich meine Unterschrift.”
Auch meine Mutter sagte, ja, das sei ihr Namenszug. Gekritzelt zwar, doch müsse man verstehn, daß sie vorher zwei große, schwere Einkaufstaschen trug.

Dann sagte sie: “Komm, Junge, laß uns gehn.”

Ich hab noch manches lange Jahr auf Schulbänken verlor’n und lernte widerspruchslos vor mich hin, Namen, Tabellen, Theorien von hinten und von vorn,daß ich dabei nicht ganz verblödet bin!
Nur eine Lektion hat sich in den Jahr’n herausgesiebt,die eine nur aus dem Haufen Ballast:
Wie gut es tut zu wissen, daß dir jemand Zuflucht gibt,ganz gleich, was du auch ausgefressen hast!

Ich weiß nicht, ob es rechtens war, daß meine Eltern mich da rausholten und – wo bleibt die Moral?
Die Schlauen diskutier’n, die Besserwisser streiten sich,ich weiß es nicht, es ist mir auch egal.
Ich weiß nur eins, ich wünsche allen Kindern auf der Welt,und nicht zuletzt natürlich dir, mein Kind, wenn’s brenzlig wird, wenn’s schiefgeht, wenn die Welt zusammenfällt, Eltern, die aus diesem Holze sind, Eltern, die aus diesem Holz geschnitten sind.

Handgeschriebene Notizen im PC speichern – kein Hexenwerk

Viele Menschen mit einer Legasthenie/LRS kennen das Problem: Sie möchten oder müssen im Unterricht, der Vorlesung,  während eines Meetings oder der Vorstandssitzung handschriftliche Notizen verfassen. Diese sind dann mühselig abzuschreiben, damit sie im Rechner  weiterverarbeitet werden können. Oft reicht auch die Schreibgeschwindigkeit gar nicht aus, um alles zu notieren, was wichtig ist.

Wie dieser Problematik begegnet werden kann, hat mein Kollege David Gerlach in seinem Blog beschrieben. Und ein Video zeigt ganz genau, wie die Technik funktioniert.
(Copyright Grafik: www.livescribe.com)

Halloween

Bald ist es wieder soweit: Die Kinder verkleiden sich, aus Kürbissen werden Halloweenlaternen und gruselig verkleidete Kids laufen von Haus zu Haus und fordern Süßigkeiten ein. Eltern wissen, da gilt es einiges zu organisieren.
Nudelwürstchenspinnen und Friedhofserde – solche Leckereien für die Kinder-Halloweenparty findet man auf chefkoch.de. Geolino zeigt, wie man sich eine gruselige Lichterkette bauen kann. Schnitzanleitungen für die Kürbisdeko stellt öbv4kids zur Verfügung. Und Labbe zeigt, dass es ganz einfach ist, schwarze Fledermaussocken zu basteln. Ausmalbilder und manches mehr dürfen sich Kinder aus der Kindersuppe löffeln. „Mumien wickeln“ und „Kleb‘ die Warze auf die Hexennase“ sind nur zwei von etlichen Spielen für die Kinder-Halloweenparty, die „hallo-eltern.de“ zusammengetragen hat.

Doch Halloween kann auch ein schöner Anlass für etwas andere, vielleicht auch leicht gruselige Beschäftigung für lange Abende oder verregnete Nachmittage sein.  Meine Kollegin Stephany Koujou stellt dazu auf ihrer Website ein Halloween-Lese- und Malbuch, drei Halloween-Puzzle und verschiedene Halloween-Wahrnehmungstrainings zum freien Download zur Verfügung.

Und was ist Halloween nun eigentlich? Das lesen Kinder und ihre Eltern in meinem Halloweenheft nach. Es ist in blau-roten Silben geschrieben (Silbengenerator von Mildenberger), damit auch Leseanfänger mit dem Text zurechtkommen. Und wer fleißig gelesen hat, der kann sicher auch das Kreuzworträtsel lösen. Nach dem Rätseln gilt es dann noch, den Weg durch das Halloweenlabyrinth zu finden. Viel Spaß wünsche ich dabei!

Nachtrag vom 23.10.2012: In das Halloweenheft hatten sich drei kleine Rechtschreibfehler eingeschlichen. Eine nette Kollegin hat mich darauf hingewiesen und ich habe die Datei korrigiert. Bitte laden Sie sich die neue Datei herunter, wenn Sie die alte Version schon gestern geladen haben.

Neue Studie zu Lernstörungen in der Grundschule

In einer neuen Studie des Forschungsprojekts RABE wurden 2195 Grundschulkinder aus mehreren Bundesländern getestet. Das traurige Ergebnis: 13,3% dieser Kinder haben eine Lernstörung. Das heißt, dass sie in einem der drei Kernkompetenzbereiche Lesen, Schreiben oder Rechnen unterhalb der Norm liegen. Und das trotzt einer guten Intelligenz. Bisherige Schätzungen gingen von maximal 10% Lernstörungen bei Grundschulkindern aus. Die Studie ergab zudem, dass bei insgesamt 23,3 Prozent der Kinder eine Lernschwäche in einer oder mehrerer der Grundkompetenzen besteht. Sie erbrachten bedeutend schlechtere Leistungen als der Durchschnitt.

Diesen Kindern ist nicht mit einem einfachen Förderunterricht oder einer Nachhilfe gedient. Sie benötigen frühzeitig eine umfassende Lernberatung und Lerntherapie, damit sie möglichst schnell wieder Erfolge sehen und den Schulalltag bewältigen können. Dies ist die beste Voraussetzung, um einen ordentlichen Schulabschluss erreichen zu können. Und um mit Freude den Beruf lernen zu können, den man sich wünscht.

Leider gibt es in Deutschland viel zu wenige Lerntherapeuten. Daher biete ich in Kooperation mit der Paracelsusschule Oldenburg ab November 2012 eine solche Fortbildung an.

Fachausbildung: Lerntherapie/ Lernberatung

Lernberatung und zusätzliche Hilfe zur Bewältigung der Schule gehören für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland inzwischen leider zum Alltag.
Ca. 1,1 Millionen Schüler nehmen allein laut Bertelsmannstudie regelmäßig bezahlten Nachhilfeunterricht, und Eltern geben jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro für diese Hilfen aus. Bereits in der Grundschule werden viele Kinder gefördert. Ebenso gravierend ist die Zunahme der Lernstörungen, die als Folge von Legasthenie und LRS, Dyskalkulie und AD(H)S den Kindern das Lernen in der Schule vom ersten Tag an erschweren. Und diesen Kindern hilft nur ein qualifiziertes individuelles Training. Jedoch haben wir in Deutschland viel zu wenige ausgebildete Lernberater und Lerntherapeuten.

Daher biete ich gemeinsam mit der Montessoripädagogin Ingrid Gimber und der Paracelsus Schule Oldenburg ab November 2012 eine Fachausbildung zum/ zur LernberaterIn/ LerntherapeutIn an.

An 12 Wochenenden innerhalb eines Jahres können Sie dort das Handwerkszeug für diese spannende Tätigkeit erwerben.
Zusätzlich zum Präsenzunterricht erhalten Sie ausführliche Lernskripten, mit denen Sie zwischen den Präsenzwochenenden weiterarbeiten. Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert,  die einzelnen Inhalte können sofort in der Praxis angewendet werden.

Ausbildungsinhalte sind:

• Grundlagen der Entwicklung. Teilleistungsbereiche und Teilleistungsstörungen
• Die Entwicklung des Kindes mit den dazugehörigen sensiblen Phasen nach Montessori
• Gehirn, Gedächtnis und das Lernen lernen
• Die Kulturtechniken Lesen und Schreiben. Legasthenie und LRS
• Sprachentwicklung und mathematischer Geist nach Maria Montessori
• Rechenstörung und Dyskalkulie
• ADS und ADHS. Hochbegabung, Autismusspektrum und komorbide Störungen
• Diagnostik, Förderprogramme und -materialien
• Verschiedene Lerntechniken, was lerne ich wann, wo und wie? Lernorganisation und Zeiteinteilung
• Gespräche mit Eltern. Die Therapeuten-/Beraterpersönlichkeit. Therapie und Beratung
• Berufsbild, Praxisgründung und Marketing

Die Zielgruppe für diese Fachausbildung sind Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Ergotherapeuten/ -innen, Logotherapeuten/ -innen, HeilpraktikerInnen für Psychotherapie, engagierte Eltern, aber auch Menschen, die gern mit anderen Menschen mit Lernstörungen arbeiten möchten und noch keine fachlichen Voraussetzungen mitbringen.

Nach der schriftlichen Abschlussprüfung bekommen Sie ein Zertifikat von Paracelsus Schule.

Am Donnerstag, den 11. Oktober 2012 findet um 18.30 Uhr in der Paracelsus Schule Oldenburg (Kanalstr. 23, 26135 Oldenburg)ein kostenloser Informationsabend zu diesem Seminar statt.

Die Fachausbildung beginnt am 09. – 11. November 2012.

Wünschen Sie noch weitere Informationen zum Seminar, rufen Sie bitte die Studienleitung in Oldenburg (0441 – 925 02 60) an. Oder informieren Sie sich direkt bei mir, ich freue mich auf Ihren Anruf!