Trainieren mit delfino

Seit einigen Wochen testen wir bei den Sozailtrainern die neue Software „Delfino“. Entwickelt wurde sie von der Firma Plejaden aus Gmunden in Österreich, die man eigentlich aus dem Bereich Gedächtnisförderung und Demenzhilfe kennt. Mit memofit, memocare und avivo plus beschäftigt sich die „brain company“ seit Jahren mit der Förderung von Gedächtnis und Gesundheit.

Unter Mithilfe der Legasthenietrainerin Karin Herzog und des Psychologen Mag. Martin Schöfl entwickelte Plejaden jetzt das Trainingstool „delfino“. Die Besonderheit: Das Training kann zu Hause, am eigenen Rechner durchgeführt werden. Gleichzeitig können die Kinder von ihrem Trainer  über das Trainertool begleitet werden.

Die Software baut systematisch auf. Nach den Themen Phonologische Bewusstheit  und Buchstabe-Laut-Zuordnung folgen die Lesebereiche dekodierendes und lexikalisches Lesen sowie lautgetreues und orthografisches Schreiben. Die Spitze oder das Dach dieses Aufbaus bilden die Leseanlässe.
Zu allen Themen wurden verschiedene Spiele mit steigendem Schwierigkeitsgrad entwickelt.

Nun gut, das gab es ja alles schon einmal.
Sicher, aber nicht so!

Die Software zeichnet sich durch eine ausgesprochen harmonische Farb- und Symbolgestaltung aus. Grundsätzlich ist nur das zu hören oder zu sehen, was zum Üben der jeweiligen Einheit unabdingbar ist. Keine Nebengeräusche, kein Musikgedudel, kein Blinken und Blitzen, keine Aufploppfenster und ähnliche Unsäglichkeiten lenken vom Lernen ab. Die Menuführung ist ruhig und gelassen, über- und unterfordert die Kinder nicht. Trotzdem besteht ein hoher Aufforderungscharakter in den einzelnen Übungen.

„Richtig“ und „Falsch“ werden sofort angezeigt, ein farbiger Balken im unteren Bildrand markiert den Fortschritt. Am Ende der Übung erfolgt ein deutliches Lob als Text und als Smiley.

Natürlich kann das Programm von Eltern betroffener Kinder direkt genutzt werden. Noch effektiver aber ist es, das Programm zur Unterstützung des Legasthenietrainings zu verwenden. Wie funktioniert das? Ganz einfach!

Als Trainer oder Therapeut können Sie ein Trainerpaket anfordern. Für jedes Trainingskind kann ein eigener Account angelegt werden, in dem Sie für das jeweilige Kind Arbeitsmaterialien und Spiele zusammenstellen. Das Kind loggt sich zu Hause am Rechner ein und bearbeitet seine Hausaufgaben. Sie haben eine genaue Übersicht, wann das Kind wie viel und mit welchem Erfolg arbeitet.

 

Natürlich haben wir uns als Sozialtrainer diese Software besonders unter dem Gesichtspunkt der Tauglichkeit für Kinder mit AD(H)S angesehen.  Und genau das ist der Grund, warum wir dieses Programm weiterempfehlen. Aufbau, Struktur, Benutzerführung, Optik und Akustik sind so gestaltet, dass auch ein Kind mit einer AD(H)S gut mit „delfino“ arbeiten kann. Testen Sie es selbst, es lohnt sich auf alle Fälle!

Im Bad – der Unterschied zwischen „b“ und „d“

Immer wieder haben Kinder Probleme, die Buchstaben „b“ und „d“ zu unterscheiden. Meine Legasthenietrainerkollegin Stephany Koujou hat dazu jetzt eine sehr schöne Idee gehabt – und stellt sie zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Und zur Entspannung – und zum Training der Feinmotorik – können Sie mit dem Kind gleich noch einen oder mehrere NINJA-Sterne falten. Wie das geht lesen Sie auch in Stehpanys Blog.

Wir treffen uns auf der didacta!

Erstmalig nimmt der Dachverband Legasthenie Deutschland dieses Jahr an der didacta teil.  Die didacta ist die größte Fachmesse für Lehrkräfte aller Bildungsbereiche in Europa und die wichtigste Weiterbildungsveranstaltung für alle LehrerInnen, ErzieherInnen, TrainerInnen und sonstige Weiterbildner. Gemeinsam mit ca. 800 Ausstellern aus 15 Ländern freuen wir uns auf interessierte und engagierte Messebesucher.

Der Dachverband Legasthenie Deutschland DVLD hilft Betroffenen, Eltern, Lehrern und an der Thematik Interessierten. Am Stand können Sie sich über die Möglichkeiten der Hilfen für legasthene und dyskalkule Menschen informieren und mit uns diskutieren.

Am Donnerstag, den 21.02.2013 hält das Vorstandsmitglied des DVLD, Frau Dipl.-Päd. Esther Borggrefe, um 11.00 Uhr im Konferenzraum D, Congresscentrum Nord, einen sehr interessanten Vortrag zum Thema „Lesen, Schreiben, Rechnen – (k)ein Problem?! (Legasthenie/Dyskalkulie)“.

Ich selbst bin von Donnerstagnachmittag bis Samstagnachmittag am Messestand zu finden und freue mich schon, SIE kennenzulernen! ;-)

Handgeschriebene Notizen im PC speichern – kein Hexenwerk

Viele Menschen mit einer Legasthenie/LRS kennen das Problem: Sie möchten oder müssen im Unterricht, der Vorlesung,  während eines Meetings oder der Vorstandssitzung handschriftliche Notizen verfassen. Diese sind dann mühselig abzuschreiben, damit sie im Rechner  weiterverarbeitet werden können. Oft reicht auch die Schreibgeschwindigkeit gar nicht aus, um alles zu notieren, was wichtig ist.

Wie dieser Problematik begegnet werden kann, hat mein Kollege David Gerlach in seinem Blog beschrieben. Und ein Video zeigt ganz genau, wie die Technik funktioniert.
(Copyright Grafik: www.livescribe.com)

Ich schreibe wie…

…Goethe. Sagt die F.A.Z.  Das hat mich ja dann doch etwas überrascht. Zum Test hatte ich den vollständigen Blogartikel über Kathrinchen Zimtstern eingegeben. Versuchen Sie es doch auch einmal mit einem beliebigen Text.
Den Link zu diesem Test fand ich im Blog meiner Kollegin Stephany Koujou.

 

Johann Wolfgang von Goethe

 

Neue Studie zu Lernstörungen in der Grundschule

In einer neuen Studie des Forschungsprojekts RABE wurden 2195 Grundschulkinder aus mehreren Bundesländern getestet. Das traurige Ergebnis: 13,3% dieser Kinder haben eine Lernstörung. Das heißt, dass sie in einem der drei Kernkompetenzbereiche Lesen, Schreiben oder Rechnen unterhalb der Norm liegen. Und das trotzt einer guten Intelligenz. Bisherige Schätzungen gingen von maximal 10% Lernstörungen bei Grundschulkindern aus. Die Studie ergab zudem, dass bei insgesamt 23,3 Prozent der Kinder eine Lernschwäche in einer oder mehrerer der Grundkompetenzen besteht. Sie erbrachten bedeutend schlechtere Leistungen als der Durchschnitt.

Diesen Kindern ist nicht mit einem einfachen Förderunterricht oder einer Nachhilfe gedient. Sie benötigen frühzeitig eine umfassende Lernberatung und Lerntherapie, damit sie möglichst schnell wieder Erfolge sehen und den Schulalltag bewältigen können. Dies ist die beste Voraussetzung, um einen ordentlichen Schulabschluss erreichen zu können. Und um mit Freude den Beruf lernen zu können, den man sich wünscht.

Leider gibt es in Deutschland viel zu wenige Lerntherapeuten. Daher biete ich in Kooperation mit der Paracelsusschule Oldenburg ab November 2012 eine solche Fortbildung an.

Fachausbildung: Lerntherapie/ Lernberatung

Lernberatung und zusätzliche Hilfe zur Bewältigung der Schule gehören für viele Kinder und Jugendliche in Deutschland inzwischen leider zum Alltag.
Ca. 1,1 Millionen Schüler nehmen allein laut Bertelsmannstudie regelmäßig bezahlten Nachhilfeunterricht, und Eltern geben jährlich bis zu 1,5 Milliarden Euro für diese Hilfen aus. Bereits in der Grundschule werden viele Kinder gefördert. Ebenso gravierend ist die Zunahme der Lernstörungen, die als Folge von Legasthenie und LRS, Dyskalkulie und AD(H)S den Kindern das Lernen in der Schule vom ersten Tag an erschweren. Und diesen Kindern hilft nur ein qualifiziertes individuelles Training. Jedoch haben wir in Deutschland viel zu wenige ausgebildete Lernberater und Lerntherapeuten.

Daher biete ich gemeinsam mit der Montessoripädagogin Ingrid Gimber und der Paracelsus Schule Oldenburg ab November 2012 eine Fachausbildung zum/ zur LernberaterIn/ LerntherapeutIn an.

An 12 Wochenenden innerhalb eines Jahres können Sie dort das Handwerkszeug für diese spannende Tätigkeit erwerben.
Zusätzlich zum Präsenzunterricht erhalten Sie ausführliche Lernskripten, mit denen Sie zwischen den Präsenzwochenenden weiterarbeiten. Die Ausbildung ist sehr praxisorientiert,  die einzelnen Inhalte können sofort in der Praxis angewendet werden.

Ausbildungsinhalte sind:

• Grundlagen der Entwicklung. Teilleistungsbereiche und Teilleistungsstörungen
• Die Entwicklung des Kindes mit den dazugehörigen sensiblen Phasen nach Montessori
• Gehirn, Gedächtnis und das Lernen lernen
• Die Kulturtechniken Lesen und Schreiben. Legasthenie und LRS
• Sprachentwicklung und mathematischer Geist nach Maria Montessori
• Rechenstörung und Dyskalkulie
• ADS und ADHS. Hochbegabung, Autismusspektrum und komorbide Störungen
• Diagnostik, Förderprogramme und -materialien
• Verschiedene Lerntechniken, was lerne ich wann, wo und wie? Lernorganisation und Zeiteinteilung
• Gespräche mit Eltern. Die Therapeuten-/Beraterpersönlichkeit. Therapie und Beratung
• Berufsbild, Praxisgründung und Marketing

Die Zielgruppe für diese Fachausbildung sind Erzieher/-innen, Lehrer/-innen, Ergotherapeuten/ -innen, Logotherapeuten/ -innen, HeilpraktikerInnen für Psychotherapie, engagierte Eltern, aber auch Menschen, die gern mit anderen Menschen mit Lernstörungen arbeiten möchten und noch keine fachlichen Voraussetzungen mitbringen.

Nach der schriftlichen Abschlussprüfung bekommen Sie ein Zertifikat von Paracelsus Schule.

Am Donnerstag, den 11. Oktober 2012 findet um 18.30 Uhr in der Paracelsus Schule Oldenburg (Kanalstr. 23, 26135 Oldenburg)ein kostenloser Informationsabend zu diesem Seminar statt.

Die Fachausbildung beginnt am 09. – 11. November 2012.

Wünschen Sie noch weitere Informationen zum Seminar, rufen Sie bitte die Studienleitung in Oldenburg (0441 – 925 02 60) an. Oder informieren Sie sich direkt bei mir, ich freue mich auf Ihren Anruf!

Punkt, Punkt, Komma, Strich….

…fertig ist das Mondgesicht. Einen Kloß und ne’ Kartoffel, fertig ist mein lieber Stoffel. Kommen noch zwei Ohren dran, fertig ist der Hampelmann.

So zumindest habe ich diesen Spruch mal gelernt. Aber zwei Punkte und zwei Striche kann man auch ganz anders nutzen. Am 19.9.1982 um 11.44 Uhr hatte der Computerspezialist Scott Fahlmann eine Idee. Er schlug seinen Kollegen in einem Internetforum vor, ihre Scherze bitte zukünftig zu kennzeichnen – mit diesem Zeichen: :-) . Geboren war das Emoticon – eine Wortneuschöpfung aus den Begriffen Emotion und Icon. Eine ausführliche Erklärung zu den Emoticons findet sich bei Wikipedia. Auf vielen Seiten im Netz findet man ganze Listen mit Emoticons, die ein Onlinegespräch oft verständlicher machen. Und auch etliche informative Zeitungsartikel gratulieren dem Emoticon zum Geburtstag, wie z.B. die ZEIT oder der Kurier. Na dann: Herzlichen Glückwunsch!

Die Lernpatenbox

Mit der Lernpatenbox werden Lernpatenkinder beim Lernen unterstützt. Doch wer sind Lernpatenkinder?
Lernpatenkinder sind Kinder, die aufgrund von:

  • persönlichen Risikofaktoren, z.B. Krankheit, Beeinträchtigung, negative Selbsteinschätzung
  • schwierigen familiären Situationen, z.B. Verlust eines Elternteils, Scheidung, Missbrauch
  • sozialer Isolation, z.B. Sprachbarrieren, Kulturunterschiede/Migrationshintergrund, Armut
  • belastenden gesellschaftlichen Faktoren, z.B. Ausgrenzung, Niedrigeinkommen, Gewalt

einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben, um schulisch erfolgreich zu sein.

Aktuell werden ca. 200 Lernpatenkinder an knapp 50 Schulen in ganz Rheinland-Pfalz von ehrenamtlichen Lernpatinnen/Lernpaten betreuet. Mit Lernboxen an jedem Schulstandort sollen diesen Kindern Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt werden, die es ihnen (mit Hilfe ihrer Lernpatin/ ihres Lernpaten) ermöglichen, schulisch den Anschluss nicht zu verlieren. Die Schülerfirma der BBS Bad Dürkheim stellt Lernpatenboxen zusammen und gibt diese zum Selbstkostenpreis ab. Die Boxen selbst werden dort im Werkunterricht hergestellt. Mit den Boxen arbeiten ehrenamtliche Lernpaten mit sozial benachteiligten Kindern. Ein tolles Projekt, das man unterstützen sollte. So wie der DVLD, der 100 DVDs “Legasthenie und Dyskalkulie IV” gespendet hat.
Schade, dass es so etwas nicht bei uns gibt.

Bettkantengeschichten

„Es war einmal…
… in einem kleinen Dorf, nahe eines Waldweges, ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern. Die Eltern der beiden Kinder, die Hänsel & Gretel hießen, bezogen Hartz IV und mussten jeden Cent zwei Mal umdrehen. Der Vater machte sich sehr viel Gedanken um die Zukunft der Familie. Eines Tages sagte die Frau zu ihrem Mann: „Komm, Schatz, wir packen die Taschen der Kinder und morgen nach der Schule lassen wir sie nicht mehr rein. Dann geht es wenigstens uns gut.“ Der Vater aber war von dieser Idee nicht begeistert. Er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, seine Kinder einfach vor die Tür gesetzt zu haben. „Draußen sind so viele böse und schlechte Menschen!“ Die Kinder bekamen das Gespräch mit und waren fürchterlich traurig darüber. Hänsel tröstete Gretel und versprach ihr, dass sie es schaffen würden….“

Kommt Ihnen das bekannt vor? Richtig, der Text erinnert an das alte Grimmsche Märchen.
Diese Neufassung schrieb Lena Fischer. Sie ist Schülerin der BBS Bad Dürkheim und bereitete sich mit ihren Mitschülern das Schuljahr über auf den Einsatz im Pflegebereich vor. Um Material zum Vorlesen zu haben, griffen die Schüler selber zur Feder. Unter dem Motto „Another Fairytale” entstanden aus alten Märchenmotiven Geschichten unserer Zeit. Die Schüler stellen die Geschichten als pdf zum Download zur Verfügung.