Die Lernpatenbox

Mit der Lernpatenbox werden Lernpatenkinder beim Lernen unterstützt. Doch wer sind Lernpatenkinder?
Lernpatenkinder sind Kinder, die aufgrund von:

  • persönlichen Risikofaktoren, z.B. Krankheit, Beeinträchtigung, negative Selbsteinschätzung
  • schwierigen familiären Situationen, z.B. Verlust eines Elternteils, Scheidung, Missbrauch
  • sozialer Isolation, z.B. Sprachbarrieren, Kulturunterschiede/Migrationshintergrund, Armut
  • belastenden gesellschaftlichen Faktoren, z.B. Ausgrenzung, Niedrigeinkommen, Gewalt

einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben, um schulisch erfolgreich zu sein.

Aktuell werden ca. 200 Lernpatenkinder an knapp 50 Schulen in ganz Rheinland-Pfalz von ehrenamtlichen Lernpatinnen/Lernpaten betreuet. Mit Lernboxen an jedem Schulstandort sollen diesen Kindern Lern- und Arbeitsmaterialien zur Verfügung gestellt werden, die es ihnen (mit Hilfe ihrer Lernpatin/ ihres Lernpaten) ermöglichen, schulisch den Anschluss nicht zu verlieren. Die Schülerfirma der BBS Bad Dürkheim stellt Lernpatenboxen zusammen und gibt diese zum Selbstkostenpreis ab. Die Boxen selbst werden dort im Werkunterricht hergestellt. Mit den Boxen arbeiten ehrenamtliche Lernpaten mit sozial benachteiligten Kindern. Ein tolles Projekt, das man unterstützen sollte. So wie der DVLD, der 100 DVDs “Legasthenie und Dyskalkulie IV” gespendet hat.
Schade, dass es so etwas nicht bei uns gibt.

Bettkantengeschichten

„Es war einmal…
… in einem kleinen Dorf, nahe eines Waldweges, ein Ehepaar mit seinen zwei Kindern. Die Eltern der beiden Kinder, die Hänsel & Gretel hießen, bezogen Hartz IV und mussten jeden Cent zwei Mal umdrehen. Der Vater machte sich sehr viel Gedanken um die Zukunft der Familie. Eines Tages sagte die Frau zu ihrem Mann: „Komm, Schatz, wir packen die Taschen der Kinder und morgen nach der Schule lassen wir sie nicht mehr rein. Dann geht es wenigstens uns gut.“ Der Vater aber war von dieser Idee nicht begeistert. Er wusste nicht, wie er damit umgehen sollte, seine Kinder einfach vor die Tür gesetzt zu haben. „Draußen sind so viele böse und schlechte Menschen!“ Die Kinder bekamen das Gespräch mit und waren fürchterlich traurig darüber. Hänsel tröstete Gretel und versprach ihr, dass sie es schaffen würden….“

Kommt Ihnen das bekannt vor? Richtig, der Text erinnert an das alte Grimmsche Märchen.
Diese Neufassung schrieb Lena Fischer. Sie ist Schülerin der BBS Bad Dürkheim und bereitete sich mit ihren Mitschülern das Schuljahr über auf den Einsatz im Pflegebereich vor. Um Material zum Vorlesen zu haben, griffen die Schüler selber zur Feder. Unter dem Motto „Another Fairytale” entstanden aus alten Märchenmotiven Geschichten unserer Zeit. Die Schüler stellen die Geschichten als pdf zum Download zur Verfügung.

Schriftschwäche

Einen sehr interessanten Artikel über den Begriff „funktionaler Analphabetismus“ und seinen Gebrauch hat der Soziologe Bernhard von Rosenbladt geschrieben. Zu lesen ist der Text im Blog von LEGAKIDS. Von Rosenbladt mahnt einen sensibleren Umgang mit der Begrifflichkeit des Analphabetismus an und weist eindrücklich darauf hin, wie dieser Begriff auf und für die Betroffenen wirkt. Sehr lesenswert!

Pädagogische Woche in Oldenburg

Zum 29. Mal findet in Oldenburg die „Pädagogische Woche“ statt. Vom 24. – 27. Sept. 2012 treffen sich an der Carl von Ossietzky Universität Lehrer, Erzieher, Pädagogen, Lerntherapeuten, Eltern, Schüler und alle, die an Fortbildung im pädagogischen Bereich interessiert sind.

Das diesjährige Motto der Pädagogischen Woche lautet “Ausgelernt!?”

Im vorliegenden Programm zur Pädagogischen Woche finden Sie daher Vorträge, Seminare und Workshops zum Erwerb bzw. zum Ausbau der Kompetenzen, die LehrerInnen, ErzieherInnen und andere pädagogische Fachkräfte in der Berufspraxis heute mehr denn je benötigen und sich im Sinne des lebenslangen Lernens im Beruf auch aneignen sollten.

Begleitet wird die Veranstaltung wie immer von einer kleinen, aber feinen Lehr- und Lernmittelausstellung, deren Besuch sich immer wieder lohnt. Eine Cafeteria und die Mensa sorgen für das leibliche Wohl.

Schule: Wieviel Zeit bleibt Schülern noch nebenher?

Am 20. September ist der Weltkindertag. Dieses Jahr stellt UNICEF ihn unter das Motto „Kinder brauchen Zeit!“ Verlässliche Ganztagsschule, Nachmittagsunterricht, AG’s und das Abitur schon in der zwölften Klasse – viele Schüler haben schon in der achten oder neunten Klasse eine 30-Stunden-Woche. Ohne Fahrtweg, Hausaufgaben, Referate, Lektüre lesen etc.
Dazu kommt die Zeit, die mit Mediennutzung verbracht wird. Fernsehen, DVDs, chatten und spielen am PC, Wii, Nintendo, Gameboy – die Liste ist lang an Möglichkeiten der mehr oder weniger sinnvollen Zerstreuung. Rechnen wir dann noch die Zeit für’s Schlafen, Essen und die Körperpflege dazu, bleibt eigentlich keine Zeit mehr übrig. Zeit für Hobbies, Sport, Freunde, Familie, Ausruhen, Tagebuch schreiben…Oder? Genau das ist die Frage, um die es geht.

Die Bedürfnisse von Kindern ernst zu nehmen, ihre Meinung zu hören, sie teilhaben zu lassen und sich Zeit für sie zu nehmen sind nach Ansicht von UNICEF und Deutschem Kinderhilfswerk wichtige Bausteine für ein kinderfreundlicheres Deutschland. Daher sind alle Kinder und Jugendlichen bis 18 Jahre aufgerufen, auf der dafür einerichteten Website ihren persönlichen Online-Wochenplan auszufüllen. Die Daten werden ausschließlich anonym erfasst und ausgewertet, fast 1000 Kinder und Jugendliche haben schon teilgenommen.

Schulanfang in Niedersachsen

Heute ist Schulanfang für alle Schüler in Niedersachsen. Die meisten freuen sich auf ihre neue Klasse. Einige drehen eine „Ehrenrunde“ und sehen dem neuen Jahr wohl eher gelassen entgegen. Recht aufgeregt sind aber meistens die Erstklässler – und noch mehr ihre Eltern. Besonders  wenn das erste Kind eingeschult wird, ergeben sich doch eine Menge Fragen. Im Internet findet man interessante und hilfreiche Seiten, die weiterhelfen, und auch viele Materialien für die Kinder selbst zum Download oder online bereithalten. Eine kleine Auswahl habe ich Ihnen hier aufgezählt.

Zuerst einmal muss das Schulkind wissen, was denn so alles zur Schule ghört. Dazu bietet Stephany Koujou auf ihrem Blog ein kleines Arbeitsheft zum Wahrnehmungstraining an.
Gut geeignet zur Schulung der Feinmotorik und der Raumorientierung sind auch Ausmalbilder. Sehr viele kostenlose und schöne Vorlagen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden finden Sie auf der Seite „Malvorlagen“.

Möglichst schnell möchten die Schüler ja schreiben können. Um die Zahlen schon mal zu üben, bietet der EÖDL eine Zahlendatei an, mit der die Zahlen 1-9 geübt werden können. Wer dann schon ein wenig zählen kann, lädt sich bei Stephany Koujou das kleine Marienkäferarbeitsheft herunter.

Im Gratisbereich von „Mein-Unterrichtsmaterial.de“ gibt es Schreibübungen verschiedenster Form auf unterschiedlichen Lineaturen. Schauen Sie sich dort um! Und hier auch noch eine Buchstabendatei.

Continue reading

Digitale Demenz

Ich arbeite gern am und mit dem Computer. Ich benutze ein Navi, höre regelmäßig Hörbücher und finde mein Handy toll. Seit neuestem bin ich sogar bei Facebook vertreten. Und ich schaue auch gern mal einen Film im Fernsehen. Trotzdem, oder vielleicht sogar deshalb, lese ich zur Zeit das Buch “Digitale Demenz. Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen.” von Manfred Spitzer. Ich lese es komplett, von vorn nach hinten, alle Seiten. Verfolgen die Links zu den Quellen und lese auch, was aus welcher Studie stammt und von wann diese Studie ist. Ich beschäftige mich gründlich mit dem Buch – und das ist vielleicht der Grund, warum ich zu einem anderen Schluss als viele Kommentatoren komme, die ich zur Zeit so lese in den diversen Medien. Mit gefällt das Buch! Es ist sehr gut verständlich geschrieben, manchmal witzig, immer mit guten Beispielen belegt. Und wenn man diese nicht aus dem Zusammenhang gerisssen zititert, sondern vollständig erfasst und im vorgesehenen Kontext belässt, sind sie gut nachvollziehbar und schlüssig. Noch bin ich mit dem Lesen nicht fertig. Danach aber stelle ich hier einige für meine Arbeit besonders interessante Punkte aus diesem Buch hier vor. Bis dahin kann sich wer mag ja das Video aus der NDR-Talkshow ansehen.

Und nein, ich stehe nicht auf der Lohnliste von Herrn Prof. Spitzer, des Droemer Knaur Verlages oder von sonst wem.

 

Max und das Mathe-Monster

Max und das Mathe-Monster sind ein Projekt des Max-Born-Gymnasiums in Germering. Die Website basiert auf dem praktisch-orientierten Seminar des ersten G8 Jahrgangs, also der Q11 des Jahres 2009/10 und war ein wichtiger Bestandteil des Abiturs.
Auf der Seite finden Schüler der Klassen 5-10 ihren gut aufbereiteten Mathestoff vor. Neben dem Bereich „Wissen kompakt“, in dem man eine Übersicht zu allen Themen des Jahrganges findet, sind zu jedem einzelnen Thema sehr anschauliche Erklärungen und Übungen vorhanden. Und auch für die Schüler mit einer ausgeprägten „Mathe-Angst“ sind Tipps auf der Website zu finden.
Die auf der Seite geschalteten Links führen zu externen Matheseiten, auf denen sich ebenfalls viel Wissenswertes findet.

Fragen zum Schulsystem

Dass etwas an unserem Schulsystem hakt, wissen eigentlich alle, die mit Kindern arbeiten. Wie sehr, da kann man in diesem Briefwechsel ein wenig nachvollziehen.
Desillusionierend und sehr lesenswert– der öffentliche Brief einer Schülerin an ihren Exlehrer.

Und seine interessante – und ebenfalls desillusionierende – öffentliche Antwort dazu.